1959/60 - Die erste Karnevalssaison
Eine Dienstfahrt zweier Mitarbeiter des FDGB brachte den Stein in´s Rollen.

Franz Senkowski und Gerhard Meisch, beide aus Meiningen stammend, unterhielten sich während der Autofahrt über den Wasunger Karneval. Aus diesem Gespräch heraus entwickelte sich dann die Idee, auch in Bad Blankenburg einen Elferrat zu gründen.
 
11.11.1959 - Einmarsch des Elferrates in den Ratskeller
11.11.1959 - Einmarsch des Elferrates in den Ratskeller
Überzeugt von dieser Idee, nahm Franz Senkowski die Organisation des ersten Bad Blankenburger Karnevals in die Hände.

Die damaligen Bürgermeister Gerhardt Engel und Toni Palme begrüßten die Initiative, zumal kulturmäßig nicht viel los war in der Stadt. Doch das sollte sich zumindest in den Wintermonaten bald ändern!

Als erstes mussten noch weitere Mitstreiter, die außer ihrem Engagement auch noch über ein kleines finanzielles Polster verfügen mussten, gefunden werden. Wäre dieser erste Karneval nämlich eine Pleite geworden, hätten die Karnevalisten die für die ersten Veranstaltungen von der Stadt verauslagten Mittel aus eigener Tasche zurückzahlen müssen.

Viele Beschlüsse, die in der ersten Karnevalssaison gefasst wurden, haben heute noch Gültigkeit.

Dazu zählt auch der Schlachtruf "Kurscha", abgeleitet von „Kurschatten" (Bad Blankenburg hatte viele Kurgäste), den das Gründungsmitglied Lothar Gutberlet und seine Frau Ello ins Leben riefen.

Einige sind in veränderter Form geblieben wie die Schlüsselübergabe durch den Bürgermeister und die Proklamation des Prinzenpaares. Beides erfolgte in den Anfangsjahren erst zur Prunksitzung und sind heute Bestandteile der Zeremonien des 11.11..
die erste Funkengarde
die erste Funkengarde
 Hübsche Mädchen sind ja bekanntlich die Würze jeder Karnevalsveranstaltung und so war der Aufbau einer Funkengarde nächste Aufgabe des Elferrates. Allerdings erwies sich diese als gar nicht so einfach. Es blieben nur zwei Monate Zeit um 22 Mädchen zu finden, die, das war damals Bedingung, auch noch über 18 Jahre sein mussten.
Eine weitere schöne Tradition aus dem Gründungsjahr ist auch bis heute erhalten geblieben:

Die Ernennung des erstgeborenen Kindes zu den drei tollen Tagen zum Prinzenkind. Damit verbunden ist die Überreichung eines Sparkassenbuches an die Eltern des närrischen Nachwuchses. Jährlich zur Faschingssamstag-Veranstaltung sammeln die Mädchen der Funkengarde für diesen Zweck Spendengelder beim Publikum. Anfangs wurde noch der Betrag vom Elferrat auf 100,- M aufgestockt, was ab den Siebziger Jahren schon nicht mehr nötig war. In der zweiten und in der 40. Saison gab es zwei Prinzenkinder, der Betrag wurde aufgeteilt.
  Chronik60er
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